Kaffee richtig aufbewahren: So bleibt er länger frisch
Die Feinde des Kaffees
Kaffee verliert Aroma hauptsächlich durch vier Faktoren: Sauerstoff (Oxidation), Feuchtigkeit, Licht und Wärme. Frisch geröstete Bohnen sind für etwa 2-4 Wochen nach Röstdatum auf dem Höhepunkt ihres Geschmacks. Nach dem Öffnen einer Verpackung beschleunigt sich die Alterung. Das Ziel der Aufbewahrung ist, alle vier Feinde zu minimieren.
Der beste Behälter
Luftdichtes Gefäß mit Einwegventil: Das Einwegventil lässt CO2 (das frische Bohnen ausgasen) entweichen, lässt aber keinen Sauerstoff herein. Das ist der Goldstandard für frische Bohnen. Alternativ genügt für die meisten Haushaltssituationen ein gut schliessendes undurchsichtiges Gefäß aus Keramik oder undurchsichtigem Glas. Nicht geeignet: durchsichtige Glasbehälter (Licht), Metallbehälter mit Schraubverschluss ohne Dichtung (Sauerstoff), und offene Schüsseln.
Temperatur: Zimmertemperatur ist richtig
Kühlschrank: ungeeignet. Der Kühlschrank ist feucht und enthalt Fremdgeruche. Kaffee nimmt Gerüche auf (starke Adsorptionseigenschaften). Gefrieren: möglich für längere Lagerung (Monate), aber nur einmalig einfrieren und auftauen -- Kondensation bei jedem Temperaturchsel schadet den Bohnen. Für normale 2-4-Wochen-Nutzung ist Zimmertemperatur in einem luftdichten Behälter die beste Option.
Gemahlen vs. ganze Bohnen
Ganze Bohnen halten deutlich länger als gemahlener Kaffee. Gemahlen hat eine viel größere Oberfläche, die dem Sauerstoff ausgesetzt ist. Kaffee sollte idealerweise erst kurz vor der Zubereitung gemahlen werden. Eine Handmühle oder kompakte elektrische Mühle ist die einfachste Lösung für frisch gemahlenen Kaffee im Alltag.
Wie lange ist Kaffee haltbar?
Ganze Bohnen richtig gelagert: 2-4 Wochen nach Öffnung auf Höhepunkt, danach langsam abnehmend, bis etwa 3 Monate trinktauglich. Gemahlen richtig gelagert: 1-2 Wochen auf Höhepunkt, danach deutlich Qualitätsverlust. Gemahlener Kaffee im Vorratsbehälter: oft schon nach wenigen Tagen merklich flacher im Geschmack.