Kaffee Herkunftslaender: Wie Herkunft den Geschmack beeinflusst
Warum schmeckt Kaffee je nach Herkunftsland anders?
Kaffee ist wie Wein: Boden, Klima, Hoehenlage und Verarbeitungsmethode beeinflussen den Geschmack erheblich. Zwei Arabica-Bohnen vom selben Strauch, aber aus verschiedenen Regionen, schmecken grundlegend unterschiedlich. Das Verstaendnis dieser Herkunftsunterschiede hilft Ihnen, Kaffee besser auszuwaehlen.
Aethiopien: Die Heimat des Kaffees
Aethiopien gilt als Geburtsland des Kaffees. Harrar-Kaffees aus dem Osten des Landes sind bekannt fuer fruchtige, weinaehnliche Noten, manchmal mit Blaubeere oder Jasmin. Yirgacheffe aus dem Sueden gilt als einer der aromatischsten Kaffees weltweit mit blumig-zitrischen Profilen. Wer Filterkaffee mag und fruchtige Noten sucht, findet in aethiopischen Single Origins ausgezeichnete Optionen.
Kolumbien: Ausgewogen und zugaenglich
Kolumbianischer Kaffee gilt als einer der zugaenglichsten Single Origins. Er ist typischerweise mittelkoerperig, mit ausgeglichener Saeure und Noten von Karamell, Nuessen und gelegentlich roten Fruechten. Regionen wie Huila, Narin und Antioquia produzieren Spitzenkaffees. Kolumbianer eignen sich gut als Einstieg in Spezialitaetenkaffees.
Brasilien: Koerperreich und schokoladig
Brasilien ist der weltgroesste Kaffeeproduzent. Brasilianische Kaffees sind bekannt fuer ihren vollen Koerper, niedrige Saeure und Noten von dunkler Schokolade und Nuessen. Sie sind ideale Espressobohnen und bilden oft die Basis guter Espressomischungen. Sul de Minas und Minas Gerais sind wichtige Anbauregionen.
Sumatranische Kaffees aus Indonesien
Sumatranische Kaffees haben ein vollig anderes Profil: erdig, vollmundig, mit Noten von dunklem Holz, Gewuerzen und manchmal Tabak. Die nassere Verarbeitungsmethode Giling Basah gibt ihnen diesen charakteristischen Charakter. Sie polarisieren, aber Kenner lieben sie fuer ihre Komplexitaet. Mandheling ist der bekannteste Sumatranische Kaffee.